Infoabend von Haus & Grund Worms zum Thema Modernisierung

So lassen sich Nebenkosten mit Kraft-Wärme-Kopplung senken

Eine elegante Lösung, steigende Nebenkosten in den Griff zu bekommen, hat Haus & Grund Worms/Alzey kürzlich auf einem Infoabend vorgestellt: beim Heizen gleichzeitig Strom zu erzeugen und so ein großes Stück unabhängiger werden. Möglich macht dies die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die inzwischen auch für Ein- und Zweifamilienhäuser zur Verfügung steht.

„Mit der Kraft-Wärme-Kopplung lässt sich bis zu 20 Prozent Primär-Energie sparen“: Experte Roland Wörrister erklärt die Vorzüge der Technologie.
Experte Roland Wörrister erklärt die Vorzüge der Kraft-Wärme-Kopplung.

„Mit der KWK lässt sich bis zu 20 Prozent Primär-Energie sparen. Der Staat wird diese Technik künftig stark fördern“, erklärte Referent Roland Wörrister, Niederlassungsleiter von Viessmann in Ladenburg, beim Infoabend von Haus & Grund Worms. Das Mikro-KWK-Gerät unterscheidet sich in Größe und Installationsaufwand kaum von einem herkömmlichen Wandgerät, kann aber weit mehr: Es produziert Strom und nutzt gleichzeitig die bei der Stromerzeugung entstehende Wärme für die Heizung und Warmwasserbereitung. Strom, der zu viel produziert wird, kann zudem ins Netz eingespeist werden und wird vergütet.

„Anders als in einem zentralen, konventionellen Großkraftwerk, wo im Durchschnitt nur rund 40 Prozent der Abwärme in Strom umgewandelt werden kann, gelingt dies beim eigenen, ‚dezentralen Kraftwerk’ zu fast 100 Prozent“, so Wörrister. Fast alle Abwärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, kann also für Heizung und Trinkwasser genutzt werden. „Die Kosten des selbst produzierten Stroms liegen nur bei etwa einem Drittel des offiziellen Strompreises“, gab der Experte als Richtwert an.

Noch mehr als den Strom zu verkaufen lohne es sich aber, diesen selbst zu verbrauchen. Gemessen am durchschnittlichen Verbrauch eines Ein- oder Zweifamilienhauses ließen sich zwischen 600 und 1.200 Euro pro Jahr sparen. „Je nach regionaler Förderung können zudem einmalig bis zu 4.500 Euro gespart werden; 500 bis 1.000 Euro sind üblich“, sagte Wörrister. Hinzu komme die Förderung nach dem KWK-Gesetz bei der Einspeisung und ein Bonus für vermiedene Netzentgelte vom Versorger.

Material zum Thema

Wegen der großen Nachfrage am Infoabend bietet der Verein auch weiterführendes Material in der Geschäftsstelle an – auch für Nicht-Mitglieder (Info unter Tel. 06241/ 413591).

Zurück

Cookie-Hinweis

Diese Website nutzt Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung zu ermöglichen. Wenn Sie nachfolgend zustimmen, werden alle Einstellungen aktiviert.

Cookie-Einstellungen